Interaktiver Explainer
Monte-Carlo-Simulation zum Ausprobieren
Zwei kleine Experimente zeigen, warum Zufall ein präzises Rechenwerkzeug ist: Erst schätzen Sie π mit Zufallspunkten, dann simulieren Sie ein Projekt, dessen Aufgaben unterschiedlich lange dauern können.
Monte-Carlo-Simulation zum Ausprobieren
Dieser Explainer benötigt JavaScript. Die Idee dahinter: Man zieht sehr oft zufällige Eingaben, rechnet für jede Ziehung das Ergebnis aus und liest aus der Häufigkeitsverteilung der Ergebnisse Wahrscheinlichkeiten ab.
So funktioniert der Explainer
π schätzen. Zufallspunkte werden gleichverteilt in das Einheitsquadrat geworfen. Ein Punkt liegt im Viertelkreis, wenn . Der Viertelkreis hat die Fläche , also trifft jeder Punkt mit Wahrscheinlichkeit . Daraus folgt der Schätzer
Bei 10.000 Punkten liegt der Standardfehler bei etwa 0,016; für eine Nachkommastelle mehr Genauigkeit braucht man rund hundertmal so viele Punkte.
Projektplanung. Fünf Aufgaben haben eine unsichere Dauer, beschrieben durch eine Dreiecksverteilung mit Minimum , wahrscheinlichstem Wert und Maximum ; ihr Mittelwert ist . Die rechtliche Prüfung läuft parallel zu Umsetzung und Tests:
Für jede der 10.000 Simulationen werden alle Dauern neu gezogen. Histogramm und S-Kurve zeigen, wie wahrscheinlich es ist, bis zu einem bestimmten Tag fertig zu sein. Die Aufgaben werden dabei als unabhängig angenommen – eine bewusste Vereinfachung.
Drei Dinge zum Ausprobieren
- Der Plan nach wahrscheinlichsten Dauern. Die Summe der wahrscheinlichsten Werte ergibt 28 Tage. Weil die Verteilungen nach rechts schief sind, wird dieser Plan nur in etwa 7 % der Simulationen eingehalten; der Median liegt bei gut 34 Tagen.
- Den parallelen Pfad kritisch machen. Setzen Sie die rechtliche Prüfung auf 15, 21 und 35 Tage. Die Summe der wahrscheinlichsten Werte bleibt 28 Tage – der Median steigt trotzdem von gut 34 auf etwa 36 Tage, weil jetzt in fast 40 % der Läufe der langsamere von zwei parallelen Pfaden das Ende bestimmt.
- Genauigkeit gegen Aufwand. Lassen Sie die π-Schätzung laufen und beobachten Sie das Band: Es wird mit wachsendem enger, aber immer langsamer – der Fehler schrumpft nur mit .
Mehr zu Methode, Verteilungswahl und typischen Fehlern steht im Artikel zur Monte-Carlo-Simulation.